Personzentrierter Ansatz in Organisationen

Der Personzentrierte Ansatz als Kommunikationsmodell in der modernen Arbeitswelt

So lautet der Titel meiner Masterarbeit von 2013, aus der der nachfolgende Textauszug stammt (S. 64 ff):

Im Zuge von Personzentrierter Beratung eine personzentrierte Kommunikation in der Organisation umzusetzen – auf der Grundlage des Personzentrierten Ansatz (PZA), wie ihn Carl Rogers in seiner Ursprünglichkeit und auch Radikalität vorgestellt hat – heißt im Ergebnis für die Organisation, dass sie sich aller Voraussicht nach konstruktiver und kooperativer entwickeln kann und so mehr von ihren Zielen und Zwecken erreichen wird, weil sie die Menschen “ins Boot holt” und nicht gegen sie oder über sie hinweg agiert.

Rogers hat sich insbesondere zu Organisationen und der Wirksamkeit des PZA in Organisationen geäußert. Nachvollziehbar ist allein schon die gedankliche Linie, dass sich “die Organisation” in der beruflichen Rolle des Mitarbeiters, in seiner Umsetzung dieser Rolle repräsentiert – und dabei, weil gar nicht anders möglich, hier der ganze Mensch mit ins Spiel kommt. Der beruflich Handelnde repräsentiert und vertritt die jeweilige Organisation, ist Teil der Organisation und ist zugleich Subjekt mit beruflichen wie biografischen Hintergründe, mit eigenen Moral- und Wertvorstellungen, die in sein Tun hineinwirken. Auch wenn die Bedingungen in einer Organisation – rein hypothetisch – optimal für den Menschen ausgedacht werden könnten, geht der Weg der Umsetzung des beruflichen Handelns immer durch die Psyche des jeweiligen Subjekts. Durch sie muss alles hindurch. Bleibt dies unberücksichtigt, werden wichtige Ressourcen für das berufliche Handeln und entscheidende Schnittstellen zwischen Subjekt und Organisation nicht mit genutzt – insbesondere nicht im Sinne der Organisation.

Mit Ursprünglichkeit und Radikalität den PZA betreffend meine ich eine deutlich als PZA erkennbare (und nicht verwässerte) Grundlage, die diesen Ansatz nicht verharmlost, indem sie „ihn parodierend etwa auf ein Spiegeln von Gefühlen oder ein freundliches Nicken und einen Aggressionen vermeidenden Umgang miteinander reduziert“ (Schmid 2008,128). […]

Zum vollständigen Text in eigener Sache:

Da ich vorhabe, den vollständigen Text meiner Masterarbeit in Buchform zu veröffentlichen, ist der kleine Auszug hier nur als ein erstes “Häppchen” gedacht.