Aktuelles

Beratung in der Corona-Krise… 

Ein Zitat von Carl R. Rogers zeigt einen Weg zur Unterstützung, wo es um das eigene, das subjektive Erleben geht und darum, wie Kraft und Stabilität gefunden werden können. 

Wenn ich zuhören kann, was er mir erzählt; wenn ich verstehen kann, wie ihm dabei zumute ist; wenn ich erkennen kann, was das für ihn persönlich bedeutet, wenn ich den emotionalen Beigeschmack spüren kann, den es für ihn besitzt, dann setze ich mächtige Kräfte frei (…).“ Carl. R. Rogers

Petra Claas, Psychologische Psychotherapeutin (2018):
“[…]Der Biologe und Philosoph Andreas Weber (2008) stellt fest: ‘In der Genforschung, in der Entwicklungsbiologie und in der Hirnforschung wird den Beteiligten zunehmend klar, dass sie Lebewesen nur verstehen können, wenn sie eine Kraft wieder in die Forschung einführen, die seit Hunderten von Jahren sorgfältig daraus verbannt wurde: die Subjektivität’. Er schlussfolgert: ‘Je weiter die Technologie erlaubt, das Leben auf einer Mikro-Ebene zu studieren, desto stärker werden die Beweise für dessen Komplexität und Intelligenz. Organismen sind keine Uhrwerke, die aus sauber getrennten Bausteinen bestehen. Sie sind Einheiten, die von einer mächtigen Kraft zusammengehalten werden: dem Empfinden, was ihnen guttut und was ihnen schadet.’ […]“

Zitiert aus: https://www.gwg-ev.org/sites/default/files /Claas_Es_wird_niemals_das_Gleiche_sein_2482018.pdf

MEINE BLOGS / Artikel

06.03.2020 : Mein neuster BLOG zum “Klimawandel” in der psychotherapeutischen Versorgung …

22.11.2016 : Wirksame Psychotherapieverfahren?

19.05.2015: Was ist jetzt genau noch mal personzentriert?

31.12.2014: “Spiritueller” Encounter. Ein Workshop mit Peter F. Schmid

15.10.2014: Von Utopie bis Realität: Personzentrierte Friedensgespräche

07.04.2014: Wir brauchen “neue und wirksamere Therapien”? Sagt Johanna Wanka!

13.02.2014: Inkongruenz der Woche: Sotschi!

01.10.2013:  Was haben Merkel, das Thema „moderne Arbeitswelt“ und der PZA gemeinsam?

… und weitere

Vom Ende der Kommunikation

Der Mörder in uns

Systemisches und Person

Prof. Dr. Jürgen Kriz (2019):
“Jede Kommunikation muss durch das Nadelöhr des Subjekts.”

Zum Co-Therapeutischen Arbeiten

„Co-Therapie ist eine Beziehung, in der zwei Therapeuten verbal und nonverbal emotionale
Kongruenz, hohe Selbstachtung und klare direkte Kommunikation verkörpern und damit eine Vorbildfunktion ausüben. […] In der Co-Therapie wird die Beziehung zwischen den Co-
Therapeuten zum entscheidenden Faktor für Heilung und Veränderung.“ (Die Kunst der Co-Therapie. Ein Handbuch für die Teamarbeit von Psychotherapeuten. 1993: Edit. Human. Psych., S. 13)

(09/2017) In der Co-therapeutischen /Co-beraterischen Familienarbeit oder Elternarbeit mit Kollegen erlebe ich nun schon seit einigen Jahren, wie hilfreich dieses Setting für die Klienten ist.  Interessierten Fachkollegen möchte ich das Buch, aus dem obiges Zitat stammt, empfehlen – denn die Inhalte sind gut auf den Punkt gebracht. Sie stellen die wesentlichen Faktoren gelingender Co-Beratung heraus.

Erfolgreicher Eltern sein (EES)

“Erfolgreicher Eltern Sein” ist ein Elternkurs, der auf den Prinzipien und Bausteinen der “Personzentrierten Elternschule” der GwG e.V. beruht. Das heißt auf den Erfahrungen und Erkenntnissen von Carl R. Rogers Personzentriertem Ansatz. Hinzu kommen Prinzipien der Familienkonferenz nach Thomas Gordon, Kommunikationswissen nach Schulz von Thun,  Prinzipien der Gewaltfreien Kommunikation nach Marschall B. Rosenberg,  Aspekte des Focusing nach Eugene Gendlin… Es ist so viel Sinnvolles und Gutes in dieses Konzept eingeflossen, dass ich es ganz und gar richtig finde, es als darin fortgebildete Kurleiterin weiterzutragen.

Da mich persönlich aber der Titel Elternschule nicht überzeugt hat (ich selbst wäre als Elternteil kaum in einen Kurs mit dem Titel gegangen) – habe ich den Titel für meine Kursangebote in “Erfolgreicher Eltern sein” (EES) umbenannt. Auch weil es bei diesem wirklich hilfreichen und sinnvollen Konzept nicht um “Schule” oder “Schulung” geht, sondern darum, wie man als Eltern wieder mit den Kindern in einen guten, liebevollen, hilfreichen oder einfach besseren Kontakt kommt (Hilfe, mein Kind macht mich wahnsinnig). Immer vorausgesetzt, es läuft nicht so mit meinen Kids, wie ich es mir wünsche oder vorstelle.

Hier also das Konzept, wie ich es zur Zeit für interessierte Menschen oder Institutionen anbiete: Hilfreicher Elternkurs: EES_Erfolgreicher Eltern sein

Erziehung

Seit Februar 2015 finden Sie Artikel aus meiner “Feder” auch auf der Internetseite Navigator-Medizin unter dem Schlagwort Psychotherapie, wie zum Beispiel meinen Artikel zum Thema “Erziehung”

Vortrag in Hückeswagen im Oktober 2015

Mein Vortrag in Hückeswagen im Rahmen der “LernFerien NRW – Begabung fördern” hatte das Thema “Stimme für die Massen? Authentisches Wirken im journalistischen Schreiben?”. Für alle Interessierten: Der Wochenplan dieser Lernferienwoche, die Meike Beseke konzeptioniert, organisiert und mit ihrem Team durchgeführt hat, findet sich unter diesem LINK.

Beratung als hilfreiche, kurzfristige Unterstützung?

Hier mein Kommentar zum Artikel von Stefanie Schramm, die in der ZEIT über Beratung als hilfreiche, kurzfristige Unterstützung schreibt…

Im ZEIT-Artikel Erste Hilfe fürs Ich  (ZEIT vom 22.05.2014, Nr. 22, S. 37) schreibt die Autorin über die langen Wartezeiten, die bei vielen kassenzugelassenen Therapeuten (hier sind Frauen und Männer gemeint) vorherrschen. Was also tun, wenn man einen Therapeuten sucht, weil es einem elend zumute ist und der Zustand sich zu einer Krise auszuwachsen droht? Was kann da “schnell” Abhilfe schaffen? Zumal dann, wenn der gute Rat von Freunden oder Eltern so gar nicht hilft – und man auch nicht psychisch krank ist? Schramm meint, hier könnte ein Berater helfen, der weltanschaulich unabhängig, psychologisch ausgebildet und kurzfristig verfügbar ist. Eine gute Idee. Menschen in Lebenskrisen beizustehen, damit aus einem Problem keine umfassendere Krise wird. Trotzdem ist es wichtig, die richtige Hilfe zu finden und sich die Zeit dafür zu nehmen, um genau hinzugucken. Das heißt zumindest, sich zu informieren, wer da psychologische Hilfe oder Beratung anbietet und was derjenige anbietet. Denn es gibt unzählige Angebote, aber nur wenige gehen auf wissenschaftlich anerkannte Konzepte oder Verfahren zurück.

Was ist ein guter Berater?

Unter dem Label Beratung oder Coaching finden sich sehr viele Anbieter und die Sache wird schnell unübersichtlich. Am besten, man richtet sich danach, ob das Beratungsangbot des professionellen Helfers auf einem wissenschaftlich anerkannten Therapieverfahren beruht und der Helfer darin seriös ausgebildet ist. Denn seriöse Beratungskonzepte gehen auf solche Therapieverfahren zurück. Wissenschaftlich heißt, dass dieses Verfahren sich in klinischen Forschungen bewährt haben und ausreichende Studien vorweisen können. Das gilt in jedem Fall für das humanistische Therapieverfahren der Gesprächspsychotherapie und also den Personzentrierten Ansatz von Carl Rogers. Dieses Therapieverfahren ist wissenschaftlich weltweit anerkannt. Darüber hinaus gilt, wenn es die Krankenkasse zahlen soll, die sozialrechtliche Anerkennung. Die Krankenkassen in Deutschland erkennen nur zwei Verfahren an, nämlich psychoanalytische und verhaltenstherapeutische Ansätze. Unter diesem Label bieten dann viele Therapeuten aus der Beschränkungsnot heraus eben auch humanistische Therapieverfahren an – obwohl diese offiziell nicht über Kasse abrechenbar sind. Denn viele humanistische Verfahren sind für viele “Störungen” mindestens ebenso hilfreich, wenn nicht hilfreicher – wie es die über vierzigjährige klinische Forschung der Gesprächspsychotherapie / Personzentrierte Therapie gezeigt hat , die als Beratungsansatz eben “Personzentrierter Ansatz” genannt wird. Die Frage, ob dieser Therapieansatz sozialrechtlich anerkannt wird, wird seit dem Therapeutengesetzt auf dem juristischen Wege durch verschiedene Verbände mit dem GBA ausgetragen, wo eine mächtig Lobby dagegen hält.

Filmabend der GwG-Mitglieder Rheinland am 14.02.2014

Ein schöner Abend! Und das meine ich nicht ironisch. Auch wenn zuerst mal alles aus dem Ruder lief: Es regnete in Strömen. Vor dem Restaurant  gab es keinen einzigen Parkplatz – um die Technik fußnah ins Trockene zu kriegen. Als das Equipement schließlich doch aufgebaut war, versagte es den Dienst, heißt: keine Technik, kein Film (so war es auch irgendwie ein Glück, das nicht alle kamen, die sich angemeldet hatten). Und dann fiel im Restaurant auch noch ein Mann um , der sich am Kopf verletzte, also brach der Service zusammen. Sozusagen der “perfekte” Abend… (was jetzt ganz klar Ironie ist). Aber dann –  entstand eines von diesen Gesprächen, die sich eben so entwickeln können. Es fing an mit der Frage nach dem Workshop-Tag mit Peter F. Schmid im Oktober und der Frage dazu, was uns denn selbst so bewegt beim Thema “PZA und Spiritualität”? Und weil verschiedenste Perspektiven vertreten waren, von Christ über Moslem, Agnostiker, Atheist oder Buddhist bis zum “Sinnsucher”, ergab sich ein Gemisch aus ebenso interessanten wie spannenden Erzählungen. So endete der Abend mit dem Gefühl, ein sehr kenntnisreiches, intensives und nachwirkendes Gespräch erlebt zu haben. Einfach schön.

Region Rheinland

Am 18.10.2013 wurde ich zur  Sprecherin/Vetreterin der Region Rheinland (der Mitglieder des Fachverbandes für Personzentrierte  Psychotherapie und Beratung, GwG e.V. Köln) gewählt. Im Herbst 2015 bin ich von diesem Posten zurückgetreten. Einerseits aus Gründen der beruflichen Beanspruchung. Andererseits, weil diese Art der Verbandsarbeit bei den Mitgliedern auf  zu wenig Resonanz (für mich) gestoßen ist. Zu den Regionentreffen sind einfach kaum Leute gekommen – was sich bis jetzt, März 2016, nicht geändert hat. Aber ich bin zuversichtlich, dass das Interesse an der Regionenarbeit wachsen wird in dem Maße, wie der PZA sich mehr und mehr (wieder) durchsetzt und da bin ich eben zur Zeit sehr aktiv – wie andere Kollegen auch …